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Anna Gasser: Snowboard, Freund und Olympia 2026

Wer nach Anna Gasser sucht, möchte meist mehr wissen als nur ihre Medaillen. Wie wurde aus einer ehemaligen Turnerin eine der bekanntesten österreichischen Snowboarderinnen? Wer ist ihr Freund? Und wie verlief ihr Auftritt bei den Olympischen Winterspielen 2026? Gerade weil Gasser bereits zweimal olympisches Gold gewonnen hatte, waren ihre vierten Olympischen Spiele in Italien besonders interessant.

Anna Gasser gehört seit Jahren zu den prägenden Namen im internationalen Freestyle-Snowboard. Ihre Spezialgebiete sind Big Air und Slopestyle. Bemerkenswert ist dabei vor allem ihr ungewöhnlicher Weg in den Spitzensport: Sie begann erst mit 18 Jahren ernsthaft mit dem Snowboarden. Zuvor hatte sie als Turnerin wichtige Grundlagen für Körperkontrolle, Beweglichkeit und Orientierung in der Luft entwickelt.

2026 stand sie in Livigno erneut bei Olympia auf dem Snowboard. Im Big Air wurde sie Achte, im Slopestyle erreichte sie Platz zehn. Damit endete ihre vierte Olympia-Teilnahme deutlich anders als ihre beiden Goldauftritte 2018 und 2022.

Wer ist Anna Gasser?

Anna Maria Gasser wurde am 16. August 1991 in Villach geboren und ist eine österreichische Snowboarderin. Sie tritt vor allem in den Disziplinen Big Air und Slopestyle an.

Ihr sportlicher Lebenslauf unterscheidet sich deutlich von dem vieler anderer Spitzensportlerinnen. Gasser kam nicht bereits als kleines Kind zum Snowboarden. Erst mit 18 Jahren wechselte sie vom Turnen auf das Snowboard.

Das klingt zunächst nach einem späten Einstieg. Im Freestyle-Snowboard erwies sich diese Vorgeschichte jedoch als großer Vorteil. Aus dem Turnen brachte sie unter anderem Körperkontrolle, Beweglichkeit und ein gutes Gefühl für Rotationen mit.

Schon wenige Jahre später fuhr sie internationale Wettbewerbe. Ihr FIS-Debüt absolvierte sie 2013. Bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi war sie bereits dabei.

Ein interessanter Punkt wird dabei häufig unterschätzt: Gassers Erfolg beruhte nicht darauf, dass sie besonders früh angefangen hatte. Ihr Beispiel zeigt vielmehr, dass vorhandene sportliche Fähigkeiten auch später in eine andere Disziplin übertragen werden können.

Anna Gasser und Snowboard: Warum ist sie so erfolgreich?

Anna Gasser ist vor allem für technisch anspruchsvolle Sprünge und Rotationen bekannt. Besonders im Big Air geht es nicht einfach darum, möglichst hoch zu springen.

Ein erfolgreicher Run besteht aus mehreren Faktoren:

  • Absprung und Geschwindigkeit müssen zusammenpassen.
  • Die Rotation muss präzise kontrolliert werden.
  • Der Körper muss während des Tricks stabil bleiben.
  • Die Landung muss sauber vorbereitet werden.
  • Gleichzeitig müssen Schwierigkeit und Ausführung miteinander harmonieren.

Gasser hat in diesem Bereich immer wieder technische Grenzen verschoben. Sie war unter anderem die erste Frau, die bestimmte schwierige Tricks wie den Cab Double Cork 1260 und den Cab Triple Underflip 1260 erfolgreich landete.

Big Air oder Slopestyle – was ist der Unterschied?

Für Menschen, die Snowboard-Wettbewerbe nicht regelmäßig verfolgen, ist diese Unterscheidung wichtig.

Big Air konzentriert sich auf einen großen Sprung. Die Athletinnen haben einen Anlauf und versuchen, einen möglichst schwierigen und sauber ausgeführten Trick zu zeigen.

Slopestyle besteht dagegen aus einem längeren Parcours. Dort befinden sich beispielsweise Rails und verschiedene Sprünge. Die Fahrerin muss deshalb nicht nur einen einzelnen Trick beherrschen, sondern einen kompletten Run planen.

Gasser hat in beiden Disziplinen große Erfolge gefeiert, ihr größtes olympisches Kapitel schrieb sie jedoch im Big Air.

Anna Gasser Olympia: Zwei Goldmedaillen

Anna Gasser hat bei den Olympischen Winterspielen Geschichte geschrieben.

2018 in Pyeongchang gewann sie Gold im Big Air. Die Disziplin feierte bei diesen Spielen ihre olympische Premiere. Damit wurde Gasser zur ersten Olympiasiegerin in diesem Wettbewerb.

Vier Jahre später gelang ihr in Peking erneut der Sieg im Big Air. Damit verteidigte sie ihren Olympiatitel.

Ihre bisherigen Olympia-Ergebnisse zeigen gleichzeitig, dass ihre Karriere nicht ausschließlich aus Siegen besteht:

  • 2014 Sotschi: Platz 10 im Slopestyle
  • 2018 Pyeongchang: Gold im Big Air
  • 2022 Peking: Gold im Big Air
  • 2026 Mailand-Cortina: Platz 8 im Big Air
  • 2026 Mailand-Cortina: Platz 10 im Slopestyle

Gerade diese Entwicklung macht ihre Karriere interessant. Zwischen einem zehnten Platz bei der ersten Olympia-Teilnahme und zwei Goldmedaillen lagen nur wenige Jahre.

Anna Gasser Olympia 2026: Wie lief ihr Wettbewerb?

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 trat Anna Gasser in Livigno im Big Air und Slopestyle an.

Im Big Air erreichte sie den achten Platz. Im Slopestyle belegte sie Platz zehn. Damit blieb sie diesmal ohne olympische Medaille.

Für die Einordnung ist wichtig, dass Gasser vor den Spielen mit gesundheitlichen beziehungsweise sportlichen Rückschlägen zu kämpfen hatte. Eine Schulterverletzung, die sie sich 2025 beim Surfen zuzog und die operiert werden musste, beeinflusste ihre Vorbereitung. Danach kehrte sie beim Laax Open 2026 zurück und erreichte im Slopestyle den dritten Platz.

Auch nach Olympia zeigte ihre Saison, dass sie weiterhin konkurrenzfähig war. Beim Weltcup in Flachau belegte sie im März 2026 Platz zwei im Slopestyle.

Anna Gasser Freund: Wer ist Clemens Millauer?

Eine häufige Suchfrage lautet: Wer ist der Freund von Anna Gasser?

Ihr langjähriger Partner ist der österreichische Snowboarder Clemens Millauer. Die beiden sind selbst im selben Sport aktiv und kennen daher die besonderen Anforderungen eines Lebens als Profisportler. Bereits seit mehreren Jahren wird ihre Beziehung öffentlich dokumentiert.

Das gemeinsame Interesse am Snowboarden ist dabei mehr als nur ein gemeinsames Hobby. Beide kennen Trainingslager, Reisen, Wettkampfdruck und die körperlichen Belastungen des Sports aus eigener Erfahrung.

Gasser erklärte bereits früher, dass es für sie hilfreich sei, wenn der Partner den gleichen beruflichen Alltag kennt. Bei einem normalen Beruf kann ein Partner bestimmte Belastungen möglicherweise nur schwer nachvollziehen. Bei zwei Profisportlern gibt es dagegen ein gemeinsames Verständnis für Training, Reisen und Wettkämpfe.

Wer ist Clemens Millauer?

Clemens Millauer ist ebenfalls österreichischer Snowboarder und war selbst bei Olympischen Spielen vertreten. Bei den Olympischen Spielen 2026 in Italien startete er im Slopestyle, verpasste dort aber das Finale.

Damit ist die Beziehung von Gasser und Millauer auch aus sportlicher Sicht ungewöhnlich: Beide kennen nicht nur den Erfolg, sondern auch Verletzungen, enttäuschende Runs und den Druck großer Wettbewerbe.

Ein weniger offensichtlicher Vorteil eines solchen Umfelds ist die gemeinsame Sprache. Wenn nach einem Wettkampf etwas nicht funktioniert, muss ein Profisportler seinem Partner nicht erst erklären, warum ein kleiner Fehler beim Absprung einen kompletten Run verändern kann.

Was macht Anna Gasser außerhalb des Snowboardens?

Gasser hat neben dem Snowboarden verschiedene Interessen. Besonders interessant ist ihre Verbindung zu akrobatischen Bewegungsformen.

Ihre sportliche Vergangenheit im Turnen spielt dabei weiterhin eine Rolle. Sie nutzt unter anderem Acro-Yoga als Ergänzung und Ausgleich. Diese Kombination passt zu ihrem sportlichen Profil, weil Balance, Körperspannung und Beweglichkeit auch im Freestyle-Snowboard eine Rolle spielen.

Außerdem hat sie sich im Laufe ihrer Karriere zunehmend für andere Formen des Snowboardens interessiert. In früheren Interviews sprach sie beispielsweise über Freeriding und Filmprojekte.

Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen Wettkampfsport und Snowboarden als Lebensstil: Ein Athlet kann auch nach einer Veränderung der Wettkampfkarriere auf dem Board aktiv bleiben.

Drei interessante Fakten, die viele nicht kennen

1. Sie begann erst mit 18 Jahren

Für eine Sportlerin auf Weltklasse-Niveau ist das ein ungewöhnlich später Einstieg. Gerade deshalb ist ihre Karriere ein interessantes Beispiel dafür, dass ein später Wechsel nicht automatisch ein Hindernis sein muss.

Entscheidend war, dass Gasser bereits aus dem Turnen Fähigkeiten mitbrachte, die später im Snowboarden wertvoll wurden.

2. Ihre Karriere war nicht immer langfristig geplant

Gasser hatte ursprünglich nicht den klassischen Weg einer jungen Spitzensportlerin vor sich. In früheren Gesprächen beschrieb sie ihre Snowboardkarriere selbst als etwas, das sich eher entwickelt habe, als von Anfang an detailliert geplant gewesen zu sein.

Das erklärt teilweise auch ihre Einstellung zum Sport: Sie konzentriert sich stark auf den jeweiligen Moment und nicht ausschließlich auf einen weit entfernten Karriereplan.

3. Der Druck eines Tricks beginnt lange vor dem eigentlichen Sprung

Bei Big Air sieht man im Fernsehen häufig nur wenige Sekunden. Für die Athletin steckt dahinter jedoch eine lange Vorbereitung.

Geschwindigkeit, Absprungpunkt, Körperposition, Rotation und Landung müssen in einem extrem kurzen Zeitraum zusammenpassen. Gerade bei sehr schwierigen Tricks kann eine minimale Abweichung große Auswirkungen haben.

Das ist einer der Gründe, warum Gassers Leistungen nicht nur wegen der Medaillen interessant sind. Die technische Entwicklung hinter ihren Tricks gehört zu den wichtigsten Teilen ihrer Karriere.

Anna Gasser nach Olympia 2026

Die Frage nach der Zukunft ist bei Gasser besonders interessant, weil sie bereits vor den Olympischen Spielen 2026 über das Ende ihrer Wettkampfkarriere gesprochen hatte.

NBC berichtete vor den Spielen, dass sie einen Rücktritt nach der Saison 2026 in Betracht beziehungsweise angekündigt hatte. Gleichzeitig zeigte ihre Karrieregeschichte, dass sie ihre Pläne in der Vergangenheit nicht immer starr verfolgt hat.

Deshalb sollte man zwischen zwei Dingen unterscheiden:

Wettkampfkarriere: Hier stand 2026 ein möglicher Schlusspunkt im Raum.

Snowboarden allgemein: Ein Karriereende im Wettkampfsport bedeutet nicht automatisch, dass Gasser das Snowboarden komplett aufgibt.

Gerade Freeride, Filmprojekte und andere Formen des Snowboardens könnten auch unabhängig vom klassischen Weltcup interessant bleiben.

Anna Gasser Karriere im Überblick

Ein Blick auf ihre wichtigsten Stationen zeigt die Entwicklung besonders deutlich:

  1. 1991: Geburt in Villach.
  2. Jugend: Ausbildung im Turnen.
  3. Mit 18 Jahren: Beginn mit dem Snowboarden.
  4. 2013: Erster FIS-Wettkampf.
  5. 2014: Erste Olympia-Teilnahme in Sotschi.
  6. 2017: Weltmeistertitel im Big Air.
  7. 2018: Olympiasieg im Big Air in Pyeongchang.
  8. 2022: Zweiter Olympiasieg im Big Air in Peking.
  9. 2023: Zweiter Weltmeistertitel im Big Air.
  10. 2025/26: Verletzungsbedingte Unterbrechung und Comeback.
  11. 2026: Olympia in Italien mit Platz acht im Big Air und Platz zehn im Slopestyle.

Auch die FIS-Statistik unterstreicht ihre langfristige Konstanz: Sie weist für Gasser zahlreiche Weltcup-Podestplätze und Siege in Big Air und Slopestyle aus.

Was man aus Anna Gassers Karriere lernen kann

Gassers Geschichte ist nicht nur für Snowboard-Fans interessant.

Ein besonders lehrreicher Punkt ist ihr später Einstieg. Wer mit 18 Jahren in eine neue Sportart wechselt, hat gegenüber Kindern, die seit dem frühen Kindesalter trainieren, zunächst einen deutlichen Erfahrungsrückstand. Gasser konnte diesen Nachteil durch bereits vorhandene Fähigkeiten und eine schnelle Lernkurve ausgleichen.

Ein zweiter Punkt ist die Bedeutung von Technik. Im Freestyle-Sport reicht Mut allein nicht aus. Schwierige Tricks werden erst dann wiederholbar, wenn Bewegungsabläufe automatisiert und kontrolliert werden.

Der dritte Punkt betrifft Rückschläge. Verletzungen gehören zum Snowboarden auf diesem Niveau dazu. Gassers Rückkehr nach ihrer Schulteroperation zeigt, wie stark eine Saison durch eine einzige Verletzung verändert werden kann. Gleichzeitig beweist ihr Podiumsplatz beim Laax Open 2026, dass eine Pause nicht automatisch das Ende der Leistungsfähigkeit bedeutet.

FAQ

Wie alt ist Anna Gasser?

Anna Gasser wurde am 16. August 1991 in Villach geboren. Im Jahr 2026 ist sie 35 Jahre alt. Sie gehört damit zu den erfahrenen Athletinnen im internationalen Freestyle-Snowboard.

Wer ist der Freund von Anna Gasser?

Anna Gassers langjähriger Freund ist der österreichische Snowboarder Clemens Millauer. Beide sind seit mehreren Jahren ein Paar und teilen denselben sportlichen Alltag. Millauer war ebenfalls bei internationalen Wettbewerben und Olympischen Spielen aktiv.

Hat Anna Gasser bei Olympia 2026 eine Medaille gewonnen?

Nein. Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Livigno belegte Gasser im Big Air den achten Platz und im Slopestyle den zehnten Platz. Ihre beiden olympischen Goldmedaillen stammen aus den Jahren 2018 und 2022.

Wie viele olympische Goldmedaillen hat Anna Gasser?

Anna Gasser hat zwei olympische Goldmedaillen gewonnen. Beide holte sie im Big Air: 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking.

Wann begann Anna Gasser mit dem Snowboarden?

Sie begann erst mit 18 Jahren mit dem Snowboarden. Zuvor war sie als Turnerin aktiv und konnte dadurch wichtige Fähigkeiten für Balance, Körperspannung und Luftorientierung entwickeln.

Welche Disziplin fährt Anna Gasser?

Ihre wichtigsten Disziplinen sind Big Air und Slopestyle. Im Big Air feierte sie ihre größten olympischen Erfolge und gewann zweimal Gold. Gleichzeitig gehört sie auch im Slopestyle seit Jahren zur internationalen Spitze.

Fazit

Anna Gasser steht für eine ungewöhnliche Snowboardkarriere. Sie begann vergleichsweise spät, nutzte ihre Erfahrung aus dem Turnen und entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einer Weltklasse-Athletin. Mit den olympischen Goldmedaillen von 2018 und 2022 hat sie bereits ein außergewöhnliches Kapitel im Snowboard geschrieben.

2026 verlief anders als ihre beiden bisherigen Olympiasiege. In Livigno wurde sie Achte im Big Air und Zehnte im Slopestyle. Trotzdem zeigt ihre Saison, dass ihre sportliche Geschichte nicht nur aus Medaillen besteht. Nach Verletzungsproblemen gelang ihr ein Comeback und anschließend erneut ein Weltcup-Podium.

Auch privat ist ihr Umfeld eng mit dem Snowboard verbunden: Ihr langjähriger Freund Clemens Millauer ist selbst Profisnowboarder. Genau diese Verbindung aus Leistungssport und gemeinsamem Verständnis macht Gassers Geschichte besonders interessant.

Ob Wettkampf, Freeride oder neue Projekte – bei Anna Gasser bleibt vor allem eines bemerkenswert: Ihr Weg begann nicht nach einem perfekten Karriereplan, sondern mit einem relativ späten Wechsel auf ein Snowboard. Daraus entwickelte sich eine der erfolgreichsten Geschichten des österreichischen Freestyle-Sports.