michael liendl
michael liendl

Michael Liendl: GAK, Trainer und Gehalt im Überblick

Wer nach Michael Liendl sucht, möchte heute meist mehr wissen als nur seine früheren Statistiken. Interessant sind vor allem drei Fragen: Welche Verbindung hat Liendl zum GAK, was macht er nach seiner aktiven Karriere als Trainer und wie viel hat ein Spieler mit seiner langjährigen Profikarriere verdient? Gerade beim Gehalt kursieren im Internet viele Zahlen, die sich nicht zuverlässig belegen lassen.

Michael Liendl gehört zu jener Generation österreichischer Fußballer, deren Karriere sich nicht auf einen einzigen Spitzenklub reduzieren lässt. Der in Graz geborene Mittelfeldspieler war über viele Jahre in Österreich, Deutschland und den Niederlanden aktiv. Besonders beim Wolfsberger AC entwickelte er sich zu einer prägenden Figur. Gleichzeitig besitzt seine Geschichte mit dem GAK eine besondere Bedeutung: Dort begann seine Profikarriere, dorthin kehrte er am Ende seiner aktiven Laufbahn zurück – und nach dem Karriereende übernahm er auch eine Traineraufgabe im Nachwuchs- beziehungsweise Amateurbereich.

Heute ist deshalb weniger die Frage interessant, ob Liendl noch als Spieler aktiv ist, sondern welchen Weg er nach mehr als 20 Jahren Profifußball eingeschlagen hat. Dieser Artikel ordnet seine Karriere, seine GAK-Zeit, seine Trainertätigkeit und die häufig gestellte Gehaltsfrage ein.

Wer ist Michael Liendl?

Michael Liendl wurde am 25. Oktober 1985 in Graz geboren. Er spielte hauptsächlich im offensiven Mittelfeld und war als technisch versierter Linksfuß besonders für Standards, Pässe und Torvorlagen bekannt.

Seine Profikarriere begann bereits 2003 beim Grazer AK. Danach führte ihn sein Weg unter anderem zu:

  • Kapfenberger SV
  • FK Austria Wien
  • Wolfsberger AC
  • Fortuna Düsseldorf
  • TSV 1860 München
  • FC Twente
  • erneut Wolfsberger AC
  • erneut Grazer AK

Seine Laufbahn war dabei ungewöhnlich lang. Liendl beendete seine aktive Karriere im Sommer 2023 im Alter von 37 Jahren.

Ein interessanter Punkt wird dabei häufig übersehen: Liendl war kein Spieler, dessen Wert allein über spektakuläre Dribblings definiert wurde. Seine Stärke lag vielmehr darin, ein Spiel über Entscheidungen zu beeinflussen. Gerade bei einem offensiven Mittelfeldspieler ist das für die Mannschaft oft wertvoller als eine hohe Zahl an gewonnenen Eins-gegen-eins-Duellen.

Michael Liendl und der GAK: eine besondere Verbindung

Der GAK nimmt in Liendls Karriere eine Sonderstellung ein. Er begann seine Profikarriere in Graz und kehrte im Sommer 2022 zum Grazer AK zurück.

Damit schloss sich gewissermaßen ein Kreis. Der Spieler, der seine Profizeit in Graz begonnen hatte, kam nach zahlreichen Stationen im In- und Ausland als erfahrener Führungsspieler zurück.

In der Saison 2022/23 zeigte sich, dass Liendl trotz seines fortgeschrittenen Fußballeralters noch sportlichen Einfluss hatte. In der 2. Liga kam er auf 30 Einsätze und sieben Tore. Je nach Statistikquelle werden ihm zudem 15 bis 18 Vorlagen für diese Saison zugerechnet; die unterschiedlichen Zahlen hängen von der jeweiligen statistischen Erfassung ab.

Das ist wichtig, wenn man seine letzte Spielzeit bewertet: Liendl war nicht einfach ein ehemaliger Profi, der beim GAK seine Karriere ausklingen ließ. Er wurde weiterhin als kreativer Spieler eingesetzt und war an zahlreichen Toraktionen beteiligt.

Warum seine Rückkehr zum GAK mehr als Nostalgie war

Ein häufiger Fehler bei der Bewertung älterer Fußballer besteht darin, ausschließlich auf Geschwindigkeit und körperliche Dynamik zu schauen.

Bei einem Spieler wie Liendl spielen andere Faktoren eine große Rolle:

  1. Spielübersicht: Er konnte Situationen früh erkennen.
  2. Passqualität: Besonders im letzten Drittel war seine Entscheidungsqualität wichtig.
  3. Standards: Freistöße und ruhende Bälle gehörten zu seinen bekannten Stärken.
  4. Erfahrung: Ein routinierter Mittelfeldspieler kann junge Mitspieler auf dem Platz organisieren.
  5. Spieltempo: Nicht jeder erfahrene Spieler muss schnell laufen, wenn er den Ball schnell verarbeitet.

Gerade diese Kombination erklärt, warum Liendl auch im höheren Fußballeralter noch einen sportlichen Wert hatte.

Warum Michael Liendl seine Karriere beendete

Im April 2023 wurde bekannt, dass Liendl seinen auslaufenden Vertrag beim GAK nicht verlängern und seine aktive Karriere nach der Saison beenden würde.

Seine Entscheidung kam nicht völlig überraschend. Liendl war zu diesem Zeitpunkt 37 Jahre alt und blickte bereits auf mehr als zwei Jahrzehnte Profifußball zurück.

Bemerkenswert war seine Begründung: Er erklärte, dass er sich fit fühle, aber bald 38 werde und es Zeit sei, sich beruflich neu zu orientieren. Außerdem verwies er darauf, dass er während seiner langen Profikarriere nie ernsthaft verletzt gewesen sei.

Das zeigt einen wichtigen Aspekt seiner Karriereplanung. Der Rücktritt war offenbar nicht primär eine Reaktion auf eine schwere Verletzung oder einen plötzlichen Leistungsabfall. Vielmehr ging es um den Zeitpunkt, an dem ein Spieler selbst entscheidet, dass der Übergang in einen neuen Lebensabschnitt sinnvoll ist.

Michael Liendl als Trainer

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere blieb Liendl dem Fußball erhalten.

Bereits während seiner Spielerzeit hatte er Erfahrungen im Nachwuchsbereich gesammelt. Anschließend übernahm er beim GAK die Amateure beziehungsweise GAK 1902 II.

Laut seinem Trainerprofil war Liendl von Juli 2023 bis 13. November 2025 als Trainer der GAK-Amateure tätig. Außerdem besitzt er eine UEFA-A-Lizenz.

Der GAK bestätigte im November 2025 die Trennung. Der Verein begründete den Schritt mit einer sportlichen Neuausrichtung und dem Wunsch nach einem neuen Impuls für die Mannschaft. Liendl hatte die Amateure im Sommer 2023 übernommen und führte das Team in die Oberliga. In der darauffolgenden Saison belegte die Mannschaft dort den neunten Platz.

Was macht Liendl als Trainer interessant?

Liendl bringt etwas mit, das man nicht einfach durch eine Trainerausbildung erwerben kann: jahrzehntelange Erfahrung aus unterschiedlichen Fußballsystemen.

Er kennt:

  • österreichischen Profifußball,
  • deutschen Zweitligafußball,
  • internationalen Vereinsfußball,
  • Europa-League-Partien,
  • den Übergang vom Nachwuchs in den Profibereich,
  • und die besondere Situation eines erfahrenen Führungsspielers.

Für einen Trainer im Amateur- oder Nachwuchsbereich kann genau diese Erfahrung wertvoll sein.

Gleichzeitig ist der Schritt vom Spieler zum Trainer keineswegs automatisch erfolgreich. Ein guter Spieler muss nicht zwangsläufig ein guter Trainer sein. Als Spieler löst man Situationen häufig intuitiv; als Trainer muss man dieselben Abläufe anderen Menschen erklären, strukturieren und wiederholbar machen.

Das ist eine der interessantesten Herausforderungen in Liendls Karriere nach dem Fußball.

Ist Michael Liendl aktuell Trainer?

Hier sollte man genau auf das Datum achten.

Michael Liendl war zuletzt Trainer der GAK-Amateure. Der GAK gab am 13. November 2025 die Trennung bekannt. Damit ist die häufig noch im Internet auftauchende Bezeichnung „GAK-Trainer Michael Liendl“ für die Gegenwart nicht mehr korrekt.

Sein Trainerprofil weist ihn aktuell als vereinslos aus und nennt GAK 1902 II als letzte Trainerstation.

Das ist ein gutes Beispiel dafür, warum bei ehemaligen Fußballern ältere Suchergebnisse schnell ein falsches Bild vermitteln können: Eine frühere Vereinszugehörigkeit bleibt jahrelang in Datenbanken sichtbar, obwohl sich die aktuelle berufliche Situation inzwischen verändert hat.

Michael Liendl Gehalt: Wie viel hat er verdient?

Die Frage nach dem Michael-Liendl-Gehalt ist verständlich, aber gleichzeitig schwierig seriös zu beantworten.

Eine öffentlich verifizierte, aktuelle Gesamtzahl zu seinem Karriereverdienst oder seinem konkreten Monatsgehalt bei einzelnen Vereinen liegt nicht zuverlässig vor. Deshalb wäre es unseriös, eine bestimmte Summe als Tatsache darzustellen.

Bei Profifußballern besteht das Einkommen außerdem nicht nur aus einem festen Monatsgehalt. Typische Bestandteile können sein:

  • Grundgehalt
  • Einsatzprämien
  • Punkteprämien
  • Tor- und Assistprämien
  • Erfolgsprämien
  • Auflaufprämien
  • Vertrags- oder Wechselboni
  • Sonderzahlungen
  • gegebenenfalls internationale Prämien

Gerade bei einem erfahrenen Spieler können diese Komponenten einen erheblichen Unterschied machen.

Warum Gehaltsschätzungen bei Liendl mit Vorsicht zu betrachten sind

Liendl spielte sowohl in Österreich als auch in Deutschland und den Niederlanden. Die finanziellen Rahmenbedingungen unterscheiden sich dort erheblich.

Außerdem verändert sich das Gehaltsniveau innerhalb eines Vereins abhängig von Rolle, Vertragszeitpunkt und sportlicher Bedeutung.

Ein Spieler, der Stammspieler in der Bundesliga ist, lässt sich deshalb nicht sinnvoll mit einem erfahrenen Spieler vergleichen, der in einer zweiten Liga oder bei einem kleineren Verein unter Vertrag steht.

Kurz gesagt: Es gibt keine belastbare öffentlich bestätigte Zahl, mit der man seriös behaupten könnte: „Michael Liendl verdiente exakt X Euro pro Monat.“

Wer im Internet eine sehr genaue Zahl findet, sollte deshalb prüfen, ob diese tatsächlich aus einem offiziellen Vertrag, einer glaubwürdigen Aussage oder lediglich aus einer Schätzung stammt.

Seine Karriere zeigt, wie wertvoll Erfahrung sein kann

Liendls Karriere ist besonders interessant, weil sie nicht dem klassischen Muster eines Fußballers entspricht, der mit Mitte 20 seinen Höhepunkt erreicht und danach langsam verschwindet.

Gerade seine zweite Zeit beim Wolfsberger AC war bemerkenswert. Dort spielte er bis 2022 und wurde zu einem der bekanntesten Gesichter des Vereins.

Ein Höhepunkt war die Europa-League-Saison 2020/21. Der WAC sorgte international für Aufmerksamkeit, unter anderem mit einem überraschenden Auswärtssieg bei Feyenoord. Liendl erzielte in diesem Wettbewerb mehrere Tore und zeigte, dass Erfahrung und technische Qualität auch auf internationaler Bühne funktionieren können.

Auch seine gesamte Bilanz im deutschen Fußball ist bemerkenswert. Der DFB führt für Liendl insgesamt 117 Pflichtspiele für deutsche Vereine, darunter Fortuna Düsseldorf und 1860 München.

Das macht seine Zeit in Deutschland mehr als zu einer kurzen Auslandserfahrung.

Nationalmannschaft: Warum blieb es bei einem Länderspiel?

Michael Liendl kam einmal für die österreichische A-Nationalmannschaft zum Einsatz.

Sein Debüt erfolgte am 3. Juni 2014 gegen Tschechien. Österreich gewann die Partie 2:1, Liendl wurde in der 63. Minute für Andreas Ivanschitz eingewechselt.

Dass es nur bei einem Länderspiel blieb, bedeutet allerdings nicht, dass seine Karriere auf Klubebene unbedeutend war.

Im Gegenteil: Liendl spielte über Jahre auf hohem Niveau und hatte besonders bei Wolfsberg eine wichtige Rolle.

Das Nationalteam ist jedoch eine besondere Welt. Österreich hatte gerade im offensiven Mittelfeld starke Konkurrenz. Ein Spieler kann deshalb eine sehr erfolgreiche Vereinskarriere haben und trotzdem nur wenige Länderspiele absolvieren.

Drei weniger offensichtliche Erkenntnisse über Liendls Karriere

1. Sein größter Wert lag nicht nur in Toren

Bei einem offensiven Mittelfeldspieler werden Tore schnell sichtbar. Schwieriger messbar sind Vorlagen, Standards, Spielverlagerungen und die Fähigkeit, Mitspieler in gute Positionen zu bringen.

Gerade Liendls Zahlen aus seiner letzten GAK-Saison zeigen das deutlich: Sieben Tore sind solide, aber die hohe Zahl an Vorlagen macht seine kreative Rolle noch interessanter.

2. Seine Karriereplanung war ungewöhnlich kontrolliert

Der Zeitpunkt seines Rücktritts war bewusst gewählt. Liendl kündigte seinen Abschied frühzeitig an, sodass der Verein bei der Kaderplanung reagieren konnte.

Für einen 37-jährigen Profi ist das ein bemerkenswert professioneller Umgang mit dem Karriereende.

3. Der Wechsel zum Trainer ist ein komplett neues Lernfeld

Wer Liendl ausschließlich aufgrund seiner Spielerkarriere als zukünftigen Toptrainer bewertet, würde zu weit gehen.

Seine UEFA-A-Lizenz und seine Erfahrungen bei GAK II sind eine Grundlage. Ob daraus eine langfristige Trainerkarriere auf höherem Niveau entsteht, lässt sich daraus jedoch noch nicht ableiten.

Das ist wahrscheinlich die spannendste offene Frage seiner beruflichen Zukunft.

Häufige Fragen zu Michael Liendl

Ist Michael Liendl noch beim GAK?

Nein, nicht als Spieler und seit November 2025 auch nicht mehr als Trainer der GAK-Amateure. Seine aktive Karriere beendete er bereits im Sommer 2023. Als Trainer war er anschließend bei GAK 1902 II tätig, ehe sich der Verein im November 2025 von ihm trennte.

Was macht Michael Liendl heute?

Seine letzte bekannte Trainerstation war GAK 1902 II. Das Amt endete am 13. November 2025. Sein aktuelles Trainerprofil weist ihn als vereinslos aus.

Wie hoch war das Gehalt von Michael Liendl?

Ein verlässlich bestätigtes konkretes Gehalt ist öffentlich nicht dokumentiert. Zahlen aus nicht belegten Gehaltsschätzungen sollten deshalb nicht als Fakten behandelt werden. Bei Profifußballern kommen außerdem neben dem Grundgehalt häufig Prämien und weitere Vertragsbestandteile hinzu.

Wie lange war Michael Liendl Profi?

Liendl war mehr als 20 Jahre als Profi aktiv. Er begann seine Profikarriere in Graz und beendete sie 2023 beim GAK.

Wie viele Länderspiele hat Michael Liendl?

Liendl bestritt genau ein A-Länderspiel für Österreich. Sein Debüt gab er 2014 beim 2:1-Sieg gegen Tschechien.

Fazit

Michael Liendl steht für eine bemerkenswert lange österreichische Fußballkarriere. Vom frühen Profieinstieg beim GAK über Kapfenberg, Austria Wien, Wolfsberg, Fortuna Düsseldorf, 1860 München und Twente führte sein Weg schließlich zurück nach Graz.

Seine letzte Saison als Spieler beim GAK war dabei keineswegs nur ein Abschied auf Raten. Mit sieben Toren und zahlreichen Vorlagen blieb er sportlich relevant. Danach wechselte er ins Trainerfach und übernahm GAK II, wo er bis November 2025 tätig war.

Beim Thema Michael Liendl Gehalt ist dagegen Zurückhaltung angebracht: Eine exakte, öffentlich belegte Summe gibt es nicht. Seriöse Informationen sind hier deutlich wertvoller als scheinbar präzise Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

Was von seiner Karriere besonders bleibt, ist deshalb weniger ein bestimmter Gehaltsbetrag als die ungewöhnliche Kombination aus Langlebigkeit, technischer Qualität und der Fähigkeit, sich nach dem Ende der Spielerkarriere neu zu orientieren.